Inklusives Tauchen
Tauchen für Menschen mit Behinderung: Unter Wasser bleibt niemand zurück.
Mit dem Projekt Diving For All wollen wir jede Barriere abbauen, die Menschen mit Behinderung den Zugang zum Tauchen — und zum Sport allgemein — erschwert. Unter Wasser entdecken sie sich als unglaublich fähig: Das Gefühl zu tauchen, fast durch den Raum zu schweben, vermittelt eine neue Körperlichkeit. Niemand darf zurückgelassen werden.
HSA-zertifizierte Schule
ATIS Diving ist eine von HSA Italia (Handicapped Scuba Association) zertifizierte Schule und HSA-Ansprechpartner für den Gardasee und die Provinz Verona, mit einem eigenen Ausbildungsprogramm für das Tauchen von Menschen mit Behinderung.
Die HSA-Kurse
Ein erster Vorgeschmack aufs Tauchen, sicher begleitet von speziellen HSA-Tauchlehrern.
Das Basisbrevet, angepasst an die Fähigkeiten jedes Einzelnen, um dem eigenen Niveau entsprechend selbstständig zu tauchen.
Lerne, einen Tauchpartner mit Behinderung einfach und sicher zu begleiten.
Die fortgeschrittene Stufe für alle, die weiter gehen möchten — immer sicher.



Für Menschen mit körperlicher oder sensorischer Behinderung, die die Unterwasserwelt entdecken möchten, und für alle, die sich in inklusiver Tauchbegleitung und -ausbildung schulen lassen wollen.
Häufige Fragen zum inklusiven Tauchen
Du fragst dich, ob du mit deiner Behinderung tauchen lernen kannst? Höchstwahrscheinlich ja. Das HSA-Tauchen ist genau dafür entstanden: die Unterwasserwelt für alle zu öffnen, die dachten, sie sei nichts für sie. Hier findest du die Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden — ehrlich, ohne unmögliche Versprechen.
Ich sitze im Rollstuhl: kann ich wirklich tauchen?
Ja. Menschen mit Paraplegie, Tetraplegie, Post-Polio-Syndrom, Multipler Sklerose, Spina bifida oder Amputationen tauchen weltweit seit über vierzig Jahren. Die HSA-Methode, der wir folgen, wurde genau dafür entwickelt: Sie bewertet deine Fähigkeiten im Wasser, nicht deine Behinderung an Land. Und ein Detail überrascht immer wieder: Unter Wasser bleibt der Rollstuhl am Ufer — und mit ihm das Gewicht des Körpers.
Ich bin blind: was bringt mir das Tauchen?
Mehr, als du denkst. Unter Wasser verstärken sich Tastsinn, Gehör und Körperwahrnehmung: die wechselnde Temperatur, die Strömung auf der Haut, das Geräusch des eigenen Atems, die Formen des Grundes unter den Fingern. Blinde Menschen tauchen mit der HSA-Methode seit den 1980er-Jahren, begleitet von Partnern, die über Tastzeichen kommunizieren. Viele sagen, es sei die intensivste Erfahrung ihres Lebens.
Ich bin gehörlos: kann ich den Kurs machen?
Natürlich — und in mancher Hinsicht bist du sogar im Vorteil. Unter Wasser spricht niemand: Alle Taucher der Welt verständigen sich mit Handzeichen. Der Theorieteil wird an deine Bedürfnisse angepasst, und im Wasser bist du in einer Umgebung, in der visuelle Kommunikation für alle die Norm ist, nicht die Ausnahme.
Mein Kind hat das Down-Syndrom oder eine geistige Behinderung: darf es es versuchen?
In vielen Fällen ja. Das weltweit erste Tauchbrevet für eine Person mit geistiger Behinderung wurde 2004 von HSA Italia ausgestellt. Erforderlich sind die schriftliche Einwilligung der Eltern, des Vormunds oder der Betreuungsperson sowie eine spezifische ärztliche Beurteilung, die auch psychologische Aspekte einschließt. Wer nicht für das Gerätetauchen geeignet ist, hat eine wunderbare Alternative: angepasstes Schnorcheln, um das Wasser und die Gruppe trotzdem zu erleben.
Ich kann nicht gut schwimmen: ist das ein Problem?
Nein. Es braucht keine sportlichen Höchstleistungen und keinen perfekten Stil: Es braucht das Gefühl, sich im Wasser wohlzufühlen — und das bauen wir gemeinsam auf, Schritt für Schritt, beginnend im Pool. Die Ausrüstung trägt dich, der Tauchlehrer ist immer an deiner Seite, und das Tempo bestimmst du.
Ich habe von Brevets der Stufen A, B und C gehört: was bedeutet das?
Das ist die mehrstufige HSA-Zertifizierung, und sie ist keine Rangliste: Auf jeder Stufe wird richtig getaucht. Die Stufe gibt nur an, mit wie vielen Partnern du tauchst. Wer alle körperlichen Leistungsstandards erfüllt, erhält Stufe A und taucht wie jeder andere; wer mehr Unterstützung braucht, erhält Stufe B oder C und taucht mit zwei Partnern, von denen einer eine spezielle Ausbildung hat. Das Erlebnis, die Tiefe des Blaus und die Fische sind für alle gleich.
Ist das HSA-Brevet anerkannt?
Ja. HSA (Handicapped Scuba Association) ist ein internationaler Ausbildungsverband: Die ausgestellten Brevets sind weltweit gültig und anerkannt.
Braucht man ein ärztliches Attest?
Ja: In Italien ist für die Teilnahme an einem Tauchkurs eine ärztliche Untersuchung erforderlich, die die spezifische Tauchtauglichkeit mit Pressluftgerät bescheinigt. Keine Sorge: Wir erklären dir genau, welche Untersuchung nötig ist und wie du sie bekommst — und es ist dieselbe Regel, die für jeden Taucher gilt, mit oder ohne Behinderung.
Und wenn der Arzt nein sagt?
Das kann passieren, und Sicherheit geht vor. Aber „nein zur Flasche“ heißt nicht „nein zum Wasser“: Es gibt angepasstes Schnorcheln und Schwimmaktivitäten in der Gruppe, und in vielen Fällen kann die Tauglichkeit später neu beurteilt werden. Bei uns bleibt niemand am Ufer: Wir finden gemeinsam den richtigen Weg, damit du den See erleben kannst.
Wo finden die inklusiven Programme statt?
Theorie und Pool in unserer Schule in Verona (Dossobuono), die Freiwassertauchgänge im Gardasee, Start an unserer Tauchbasis in Peschiera. Alberto Tumminelli ist seit 2021 HSA-Referent für den Gardasee und die Provinz Verona.
Deine Frage war nicht dabei? Erzähl uns von deiner Situation — wir antworten dir ehrlich. Bei jedem Zweifel kannst du dich an eine Tauchlehrerin oder einen Tauchlehrer der Gruppe wenden, die sich laufend weiterbilden, um dir die richtigen Informationen zu geben.
Möchtest du mit uns tauchen?
Erzähl uns von deinen Zielen: Gemeinsam gestalten wir das passende Erlebnis für dich.
